Selbständigkeit erhalten

Wenn die Pflege notwendig ist, sollte umgehend ein Antrag bei der zuständigen Pflegekasse/Krankenkasse gestellt werden.
Wie bei Herrn Claus:
Herr Claus kommt zusehends schlechter alleine zurecht und bei ihm wurde kürzlich Diabetes festgestellt. Seine Tochter Frau Claus ist berufstätig und allein erziehend und daher nicht in der Lage, sich ganztags um ihren Vater zu kümmern. Zur Hilfe wendet sie sich an unseren Pflegedienst. Der Pflegedienstleiter hält Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, der eine tägliche Blutzuckerkontrolle sowie Insulininjektionen verordnet. Danach erstellt der Pflegedienstleiter einen entsprechenden Versorgungsplan. Ein Mitarbeiter wird zweimal täglich Sorge dafür tragen, dass der Blutzucker kontrolliert und Insulin gespritzt wird. Einen Menülieferservice, der ein diabetikergerechtes Essen liefert, können wir vermitteln.

Selbstverständlich beraten und unterstützen wir Frau Claus umfassend bei der Antragstellung auf Leistungen der Pflegeversicherung. Dem Antrag folgt eine Begutachtung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen. Dieser stellt den täglichen Hilfebedarf des Vaters in den Bereichen Körperpflege, Ernährung, Mobilität sowie hauswirtschaftliche Versorgung fest.

Natürlich stehen wir mit Frau Claus und den behandelnden Ärzten in regelmäßigem Austausch.

Oder bei Frau Müller:
Sie lebt seit fast 20 Jahren in ihrer Wohnung und möchte hier auch bleiben. Sie sieht nicht mehr so gut, braucht eine Gehhilfe und das Anziehen morgens kann eineinhalb Stunden dauern. Ihre Medikamente zur Blutdrucksenkung müssen regelmäßig eingenommen werden. Manchmal vergisst sie die Einnahme.

Der Pflegedienstleiter vereinbart einen Termin, um eine für ihre Bedürfnisse maßgeschneiderte Lösung zu finden. So können auch Gefahrenquellen in der Wohnung erkannt und für Abhilfe gesorgt werden. Für Frau Müller gibt es verschiedene Hilfsmittel, die ihr den Alltag erleichtern.

Der Pflegedienstleiter wird täglich einen Mitarbeiter des ambulanten Dienstes vorbeischicken. Dieser unterstützt sie beim An- und Ausziehen, bei der Körperpflege und reinigt die Wohnung. Wenn das Mittagessen geliefert wird, hilft er ihr, das Essen warm zu machen, bringt ihr die Zeitung und die Post, sorgt dafür, dass sie regelmäßig ihre Medikamente nimmt und kontrolliert ihren Blutdruck.

Schon nach kurzer Zeit steht fest: Frau Müller ist froh, dass mit Hilfe des Pflegedienstes ihr Alltag reibungsloser organisiert ist. Nun hat sie täglich einen Ansprechpartner, der sich um alles kümmert, was sie nicht mehr selbst erledigen kann und der sie entlastet. Das stabile Netz von Frau Müller schützt sie vor Vereinsamung und ihre Selbständigkeit bleibt erhalten.